Smarte Steckdose mit Strommessung: Welche passt zu deinem Zuhause?

Aktualisiert am 08. November 2026 · 5 Modelle im Vergleich · von Lucas

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Kurz gesagt

  1. 🏆 Allround-EmpfehlungShelly Plug S Gen3Smart-Home-Bastler, Home Assistant, Balkonkraftwerk-Besitzer
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  2. Für FRITZ!Box-NutzerFRITZ!DECT 200 / FRITZ!Smart Energy 200Haushalte mit FRITZ!Box
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  3. Preis-LeistungTP-Link Tapo P110Einsteiger ohne Smart-Home-System
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Eine smarte Steckdose mit Strommessung kann zwei Dinge: Sie zeigt dir dauerhaft, was ein Gerät verbraucht, und sie schaltet es nach Zeitplan, per App oder automatisch ab. Damit wird aus einer einmaligen Messung eine laufende Kontrolle, zum Beispiel für Waschmaschine, Entfeuchter, Aquarium oder den Fernseher samt Zubehör. Viele nutzen sie auch, um den Ertrag ihres Balkonkraftwerks im Blick zu behalten.

Die größte Frage ist nicht das Gerät, sondern das System: Hast du eine FRITZ!Box, nutzt du Home Assistant, Apple Home oder willst du einfach nur eine App ohne Hub? Davon hängt ab, welche Steckdose sinnvoll ist. Unten findest du fünf bekannte Modelle für unterschiedliche Ausgangslagen.

Inhalt
  1. Kurz gesagt
  2. Vergleichstabelle
  3. Die Modelle im Detail
  4. Kaufberatung: Die richtige smarte Steckdose wählen
  5. 1. Erst das System, dann das Gerät
  6. 2. Belastbarkeit beachten
  7. 3. Smarte Steckdose am Balkonkraftwerk
  8. 4. Was bringt das Abschalten wirklich?
  9. 5. Datenschutz
  10. Häufige Fragen
  11. Fazit

Vergleichstabelle

ModellIdeal fürStärke
🏆 Shelly Plug S Gen3
Allround-Empfehlung
Smart-Home-Bastler, Home Assistant, Balkonkraftwerk-Besitzeroffen & lokal steuerbarAnsehen →
FRITZ!DECT 200 / FRITZ!Smart Energy 200
Für FRITZ!Box-Nutzer
Haushalte mit FRITZ!Boxnahtlose FRITZ!Box-IntegrationAnsehen →
TP-Link Tapo P110
Preis-Leistung
Einsteiger ohne Smart-Home-Systemeinfache AppAnsehen →
Eve Energy (Matter)
Für Apple Home
Apple-Nutzer und Matter-HaushaltePrivatsphäre & MatterAnsehen →
FRITZ!DECT 210
Für draußen
Gartenpumpe, Teichfilter, WeihnachtsbeleuchtungspritzwassergeschütztAnsehen →

Die Modelle im Detail

1

Shelly Plug S Gen3

Allround-Empfehlung
Ideal für
Smart-Home-Bastler, Home Assistant, Balkonkraftwerk-Besitzer
Stärke
offen & lokal steuerbar

Shelly-Geräte sind in der Smart-Home-Szene beliebt, weil sie im WLAN laufen, lokal ohne Cloud steuerbar sind und sich gut in Home Assistant, ioBroker und andere Systeme einbinden lassen. Der Plug S ist kompakt und misst den Verbrauch des angeschlossenen Geräts. Die Gen3-Generation unterstützt laut Hersteller zusätzlich Bluetooth und eine erweiterte Integration.

Wer keinerlei Lust auf Einrichtung und Technik hat, findet bei Tapo oder AVM eine einfachere Lösung.

Vorteile

  • lokal steuerbar ohne Cloud-Zwang
  • sehr gute Integration in Smart-Home-Systeme
  • kompakte Bauform

Nachteile

  • viele Optionen können Einsteiger überfordern
  • kompakte Bauform begrenzt die maximale Dauerlast, Herstellerangabe beachten
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2

FRITZ!DECT 200 / FRITZ!Smart Energy 200

Für FRITZ!Box-Nutzer
Ideal für
Haushalte mit FRITZ!Box
Stärke
nahtlose FRITZ!Box-Integration

Die FRITZ!DECT 200 funkt per DECT direkt mit der FRITZ!Box, ein zusätzlicher Hub ist nicht nötig. Verbrauch, Schaltzeiten und Statistiken siehst du in der Box-Oberfläche oder der FRITZ!-App. Der Hersteller hat seine Smart-Home-Produkte inzwischen umbenannt, deshalb findest du das Modell auch als FRITZ!Smart Energy 200. Funktional handelt es sich um dieselbe Produktlinie.

Ohne FRITZ!Box ist die Steckdose praktisch nutzlos. Für den Außeneinsatz gibt es mit der FRITZ!DECT 210 eine spritzwassergeschützte Variante.

Vorteile

  • kein Extra-Hub nötig bei FRITZ!Box
  • DECT stört das WLAN nicht
  • solide deutsche Software mit regelmäßigen Updates

Nachteile

  • nur mit FRITZ!Box nutzbar
  • teurer als WLAN-Steckdosen
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3

TP-Link Tapo P110

Preis-Leistung
Ideal für
Einsteiger ohne Smart-Home-System
Stärke
einfache App

Die Tapo P110 ist eine günstige WLAN-Steckdose mit Verbrauchsmessung. Einrichtung und Bedienung laufen über die Tapo-App, Alexa und Google Assistant werden unterstützt. Für alle, die einfach nur Verbrauch sehen und Geräte per Zeitplan schalten wollen, ist sie ein unkomplizierter Einstieg. Mit der P110M gibt es eine Variante mit Matter-Unterstützung.

Die Steuerung läuft standardmäßig über die Cloud des Herstellers. Wer lokale Kontrolle möchte, ist bei Shelly besser aufgehoben.

Vorteile

  • günstig, oft im Mehrfachpack
  • sehr einfache Einrichtung
  • Matter-Variante erhältlich

Nachteile

  • Cloud-Anbindung standardmäßig
  • weniger Integrationsmöglichkeiten als Shelly
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4

Eve Energy (Matter)

Für Apple Home
Ideal für
Apple-Nutzer und Matter-Haushalte
Stärke
Privatsphäre & Matter

Eve setzt auf Datenschutz und lokale Steuerung ohne eigene Cloud. Die Eve Energy unterstützt Matter über Thread und lässt sich daher mit Apple Home, Google Home, Alexa und anderen Matter-Systemen nutzen. Die Verbrauchsanzeige ist in der Eve-App besonders ausführlich.

Für Thread brauchst du einen sogenannten Border Router, etwa ein Apple TV, einen HomePod mini oder einen passenden Smart Speaker. Ohne diese Infrastruktur ist die Eve Energy keine gute Wahl.

Vorteile

  • keine Hersteller-Cloud, starker Datenschutz
  • Matter-kompatibel
  • ausführliche Verbrauchsstatistik in der Eve-App

Nachteile

  • Thread-Border-Router erforderlich
  • Premium-Preis
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5

FRITZ!DECT 210

Für draußen
Ideal für
Gartenpumpe, Teichfilter, Weihnachtsbeleuchtung
Stärke
spritzwassergeschützt

Die FRITZ!DECT 210 ist die spritzwassergeschützte Variante der FRITZ!DECT 200 für den Außenbereich. Sie misst den Verbrauch und schaltet per Zeitplan, zum Beispiel für die Teichpumpe oder die Gartenbeleuchtung. Wie die Innenvariante funktioniert sie nur mit einer FRITZ!Box und je nach Benennung findest du sie auch unter dem neuen Produktnamen.

Die DECT-Reichweite nach draußen hängt stark von Wänden und Abstand ab. Prüfe vorher, ob die FRITZ!Box den Ort erreicht.

Vorteile

  • für den Außeneinsatz geeignet
  • gleiche Bedienung wie FRITZ!DECT 200
  • keine Extra-Hardware bei FRITZ!Box

Nachteile

  • nur mit FRITZ!Box nutzbar
  • DECT-Reichweite nach draußen begrenzt
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Kaufberatung: Die richtige smarte Steckdose wählen

1. Erst das System, dann das Gerät

Mischen geht, macht die Bedienung aber unübersichtlich. Bleib möglichst bei einem Ökosystem.

2. Belastbarkeit beachten

Smarte Steckdosen haben eine maximale Schaltleistung, oft um 3.600 W, bei sehr kompakten Modellen auch weniger. Heizlüfter, Wasserkocher oder Waschmaschine mit Heizphase können an die Grenze kommen. Für Dauerlasten mit hoher Leistung solltest du großzügig planen und die Herstellerangaben lesen. Mehrere smarte Steckdosen hintereinander zu stecken oder sie an billige Mehrfachstecker zu hängen, ist keine gute Idee.

3. Smarte Steckdose am Balkonkraftwerk

Viele hängen den Wechselrichter-Stecker an eine smarte Steckdose, um den Ertrag zu sehen. Shelly- und FRITZ!-Steckdosen werden dafür häufig eingesetzt, ob die Einspeisung korrekt angezeigt wird, hängt aber von Modell und Firmware ab. Schau vor dem Kauf in die Herstellerangaben. Beachte:

Wer genauer wissen will, wie viel vom Solarstrom wirklich im Haushalt landet, braucht eine Messung am Hausanschluss. Dazu gibt es einen eigenen Ratgeber.

4. Was bringt das Abschalten wirklich?

Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Fernseher, Soundbar und Spielekonsole ziehen zusammen 15 W im Standby, 20 Stunden am Tag. Das sind rund 110 kWh im Jahr. Bei angenommenen 35 Cent pro kWh ergeben sich etwa 38 Euro jährlich, die du per Zeitplan einsparen könntest. Die smarte Steckdose verbraucht selbst etwas Strom, meist deutlich unter 1 W, was die Ersparnis leicht schmälert.

5. Datenschutz

Cloud-basierte Steckdosen senden Verbrauchsdaten an Server des Herstellers. Wer das nicht möchte, setzt auf lokal steuerbare Geräte wie Shelly, FRITZ! oder Matter-Lösungen.

Häufige Fragen

Welche smarte Steckdose misst den Stromverbrauch am genauesten?

Hersteller geben unterschiedliche Messgenauigkeiten an. Für den Alltag sind die bekannten Marken ausreichend genau. Bei sehr kleinen Lasten unter wenigen Watt können alle Modelle ungenauer werden.

Kann ich mein Balkonkraftwerk an eine smarte Steckdose hängen?

Viele machen das, um den Ertrag zu sehen. Die Steckdose muss die Leistung dauerhaft vertragen, und ob sie Einspeisung korrekt anzeigt, hängt von Modell und Firmware ab. Shelly und FRITZ!DECT werden dafür häufig genutzt. Nicht über Mehrfachstecker einspeisen.

Brauche ich für eine smarte Steckdose einen Hub?

Für WLAN-Modelle wie Shelly oder Tapo nicht. FRITZ!DECT-Steckdosen brauchen eine FRITZ!Box, Thread-Geräte wie Eve Energy einen Border Router.

Was ist der Unterschied zwischen FRITZ!DECT 200 und FRITZ!Smart Energy 200?

AVM bzw. FRITZ! hat seine Smart-Home-Produkte umbenannt. Es handelt sich um dieselbe Produktlinie, bei Amazon findest du je nach Angebot beide Bezeichnungen.

Fazit

Wer eine FRITZ!Box hat, ist mit der FRITZ!DECT 200 (bzw. 210 für draußen) am bequemsten bedient. Für Smart-Home-Bastler und Balkonkraftwerk-Besitzer ist der Shelly Plug S Gen3 die flexibelste Wahl. Einsteiger ohne System greifen zur günstigen Tapo P110, Apple- und Matter-Nutzer zur Eve Energy. Wichtiger als die Marke ist, dass die Steckdose zu deinem vorhandenen System passt.